Ehingen. Gleich 7 Anträge an den BDS-Landesverbandstag (17.Mai in Rot am See, Kreis Schwäbisch Hall) verabschiedete die gemeinsame Kreis-versammlung der BDS-Gewerbevereine aus dem Alb-Donau-Kreis und dem Kreis Biberach unter Leitung des Ehinger Kreisvorsitzenden Josef Widmann. Da geht es zum einen um die Entrümpelung von Lehrplänen unter Beteiligung von Wirtschaftsvertretern, um den Ausbau von Ganztagsschulen, um lineare anstelle prozentualer Lohnerhöhungen.
Anstelle der Revitalisierung der Gewerbesteuer fordern die Selbständigen deren Abschaffung und Finanzierung der Kommunen durch ein kom-munales Hebesatzrecht bei der Einkommenssteuer. Die IHK, so ein weiterer Vorschlag soll eine Kammer für Großbetriebe werden. Alle Mittleständler branchenübergreifend den zu Gewerbekammern aus-geweiteten Handwerkskammern zugeschlagen werden. Die Absicht des Bundeswirtschaftsministers, für Kleinbetriebe eine Lockerung des Kündigungsschutzgesetzes durch Nichtanrechung befristeter Tätigkeiten zu ermöglichen wird begrüßt. Eine Wiederanhebung des Schwellen-wertes von 1998 (10 Beschäftigte) würde aber bevorzugt. Schließlich plädieren die Mittelständler für eine Beibehaltung des großen Befähigungsnachweises bei Gründung eines Handwerksbetriebes.
Nach einem Bericht aus dem Landesverband durch Gerd Scheffold, der auch den neuen BDS-Leitfaden für die Vereinsführung präsentierte, gab Rita Keller, Vorsitzende der VSG Schwendi und BDS-Vizepräsidentin, Tipps und Anregungen für Gewerbevereinsaktivitäten. So stellte sie u.a. das Konzept der Schwendier Leistungswochen vor. Klaus Merkle vom Handwerker- und Gewerbeverein Dietenheim wies auf die Dietenheimer Schautage mit Kulturmeile am 10./11.Mai hin.
Zwei Vereine präsentieren in diesem Jahr noch Gewerbe- Leistungsschauen: Der Schelklinger Gewerbeverein am 12./13.Oktober und der HGR Riedlingen vom 28.Mai bis 1.Juni.