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Freiberg/Neckar (KV Ludwigsburg) Hochrangige Diskussionsrunde vor den Europawahlen
Eine Woche vor den Europawahlen und fünf Wochen nach der EU-Osterweiterung trafen sich auf Einladung des BDS-Landesverbandes hochrangige Politiker der vier großen Parteien zu einer Podiumsdiskussion im Prisma in Freiberg. Zum Thema "Chancen und Risiken der EU-Osterweiterung" begrüßte Maurizio Mereu, Vorsitzender des BDS Freiberg am Neckar die Mitglieder des Europäischen Parlaments, die einstige Landesvorsitzende und Bundesgeschäftsführerin Heide Rühle von den Grünen, die SPD-Spitzenkandidatin Evelyne Gebhardt und der CDU-Politiker Rainer Wieland. Die FDP wurde durch den Kreisvorsitzenden Dietmar Bachmann aus Stuttgart vertreten.
Moderator Gerd Scheffold vom BDS formulierte gleich zu Beginn die Sorgen vieler Selbstständiger mit der Frage: "Wie begegnen Sie der Zuwanderung von Billigarbeitskräften?" Evelyne Gebhardt fand diese Sorge durchaus verständlich, wies aber darauf hin "dass schließlich nicht jeder einfach kommen und sich hier niederlassen kann. Denn er muss nachweisen, dass er für sich selbst und auch für eventuell nachreisende Familienmitglieder aufkommen kann." Rainer Wieland von der CDU zeigte sich verwundert, da den Mittelstand hier in Baden-Württemberg doch ganz andere Sorgen berühren müssten, schließlich fände man hierzulande "keine vernünftigen Arbeitnehmer für Blaumann-Arbeitsplätze mehr. Uns verlässt der Mut nach vorne." Heide Rühle ging sogar noch einen Schritt weiter, in dem sie darauf hinwies, dass auch die Unternehmen im Osten von Ängsten "wegen des unterschiedlichen Lebensstandards und unterschiedlicher Gepflogenheiten geplagt sind. Wir Deutschen sollten uns eigentlich fragen, wo unsere Stärken sind? Und wie wir mit Osteuropa kooperieren können? Denn nur ein gemeinsamer Wohlstand bringt uns weiter."
Zusätzlich belebt wurde die Diskussion durch Wortmeldungen aus dem Publikum, bei denen praxisnah aktuelle Probleme des Mittelstands vorgebracht wurden. So forderte Christine Krammer, die sich im BDS für Unternehmerinnen und Mitarbeiterinnen der Mitgliedsunternehmen einsetzt, die Politiker auf, konkret aufzuzeigen, wie ihrer Meinung nach der Standort Baden-Württemberg ge- rade für klein- und mittelständische Betriebe zu sichern sei. Auf wirklich konkrete Antworten warteten viele Selbstständigen im Publikum allerdings vergebens und so brachte es BDS-Präsidentin Dorothea Störr-Ritter in ihrem Abschlusswort noch einmal auf den Punkt: "Wir fühlen uns schwach und Schwäche führt zu Angst".
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