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40 Stunden Arbeit haben noch keinen umgebracht Leimen im Rhein-Neckar-Kreis. 03.Oktober.
BDS-Vizepräsident Wolfgang Stern sprach als gastgebender Kreisvorsitzender beim Politischen Frühschoppen des Kreisverbandes Rhein-Neckar aus, was viele Mittelständler denken: Die Parteien müssten zur Überwindung der Krise endlich an einem Strang ziehen "bis weißer Rauch aufsteige". Das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, der Mittelstand, brauche endlich bessere Rahmenbedingungen um Arbeitsplätze zu schaffen. Darüber sind sich alle einig, egal welcher politischen Couleur.
Auch Gerhard Stratthaus, der am Tag der deutschen Einheit im blau-weiß geschmückten Leimener "Festzelt" die Festrede hält, ließ zunächst keinen Zweifel an der Analyse der aktuellen Situation: So könne es nicht weitergehen. Der Wirtschaft gehe es schlecht und auch der Staat habe kein Geld mehr. Nun gelte es sich wieder auf seine Stärken zu konzentrieren, in die Forschung in neue Technologien. In Deutschland sei vor allem der Wettbewerb zu sehr in Misskredit gebracht worden, ebenso Werte wie Fleiß und Pflichtbewusstsein. Aus Sicht des baden-württembergischen Finanzministers sei Wettbewerb aber das einzige Prinzip, das dazu führe, dass die besten Leistungen erbracht würden. Wer Wettbewerb nicht wolle, akzeptiere, dass sich stattdessen die besten Beziehungen durchsetzten. Deshalb, so Stratthaus, "ist Wettbewerb ein zutiefst moralisches Prinzip".
Ein anderes Prinzip hingegen finde in Deutschland zu sehr Beachtung, das Prinzip, jedem Einzelinteresse gerecht werden zu wollen. Vereinfachung, insbesondere Steuervereinfachung, so der Finanzminister, sei jedoch nur möglich, wenn man nicht jedem Einzelinteresse gerecht werde. Hier nahm er auch die Verbände in die Pflicht, die sofort aufschrieen, wenn man eine Ausnahme streichen wolle. Aus seiner Sicht müsste aber endlich viel mehr geschehen als die Hartz- Reformen, die er unterstützt: "Es war in der Vergangenheit in Deutschland zu leicht, ohne Arbeit Geld zu bekommen und ich kenne keinen, den es umgebracht hätte, weil er 40 statt 38 Stunden arbeiten musste", so der Finanzminister.
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